Keine Chance für Krampfadern und Besenreißer

Unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Steffen Lancee befindet sich im Alsfelder Kreiskrankenhaus auch der Fachbereich der Phlebologie, der sich mit dem Erkennen und Behandeln von Venenerkrankungen befasst.

Das Venensystem hat im Organismus einige schwere Aufgaben zu erfüllen, eine davon ist, das Blut aus den entfernten Körperregionen, z.B. den Zehen, bis hin zum Herzen zu transportieren. Unterstützt wird diese Funktion durch die Venenklappen, die den Blutfluss nur in Richtung des Herzens ermöglichen. Sollten die Venenklappen nicht richtig schließen, kommt es zu einem Rückfluss des Blutes. Ein Schweregefühl in den Beinen, Schmerzen, Stauungen im Unterschenkel und Wadenkrämpfe sind die Folge.

Sehr viele Menschen leiden unter Venenerkrankungen, die sich durch Krampfadern oder Besenreiser bemerkbar machen und sich bis hin zu schweren Beinthrombosen oder "Offenen Beinen" entwickeln können. Es gibt viele Ursachen für Venenerkrankungen. So kann durchaus eine erblich bedingte Veranlagung der Auslöser sein wie z. B. eine Bindegewebs- oder Venenwandschwäche. Aber auch übergewichtige Menschen sind sehr gefährdet. Vor allem auch Berufsgruppen, die hauptsächlich eine sitzende oder stehende Tätigkeit ausüben und sich zu wenig bewegen.

Erkrankungen der Venen müssen aber nicht einfach hingenommen werden. Eine frühzeitige Diagnose und eine konsequente Behandlung und Therapie können die Beschwerden lindern, den Patienten vor Folgeschäden bewahren und die Erkrankung in vielen Fällen sogar heilen. Venenfunktionsprüfungen und Ultraschalluntersuchungen sind risikolos und schmerzfrei. Es gibt auch einige vorbeugende Maßnahmen, die verhindern können, dass es überhaupt zu einer Venenerkrankung kommt. Regelmäßiges Venentraining kann als Prävention (Vorbeugung) durchgeführt werden. Gymnastische Übungen, kalte Beingüsse, Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen, sind wirkungsvolle Sportarten und unterstützen die Venentätigkeit. So oft wie möglich sollten die Beine hochgelegt und bequeme, flache Schuhe getragen werden, und natürlich trägt eine ausgewogene Ernährung ebenfalls zur Gesunderhaltung des Venensystems bei.

Dennoch können sich Krampfadern bilden. Dies sind vergrößerte Venen, die meistens an der Innenseite der Beine auftreten und einen etwas geschlängelten Verlauf nehmen. Besenreiser treten in den oberen Hautschichten auf, sind klein und dünn und besitzen eine rote bis bläuliche Färbung. Meist stellen sie nur ein ästhetisches Problem dar und können durch eine Besenreiser- Verödung sehr gut entfernt werden, ebenso wie Krampfadern mittlerer Größe. Hierbei wird ein Medikament in die Vene gespritzt, die sich auf diesen Reiz hin verschließt. Die Behandlung großer Krampfadern wird operativ vorgenommen, indem der defekte Teil des oberflächlichen Venensystems entfernt wird.

Das Team der Alsfelder Gefäßchirurgie bietet neben der Verödungsbehandlung noch weitere Methoden und Therapien an, wie beispielsweise die Kompressionstherapie oder Bewegungstherapie. Vor jeder Behandlung wird der Patient ausführlich befragt, seine persönliche Krankengeschichte (Anamnese) protokolliert, um eine präzise Diagnose stellen zu können. Nur dann ist es möglich, eine optimale Behandlung und ein individuelles Therapiekonzept zu erarbeiten.

 

Chefarzt der Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie

Dr. med. Steffen Lancee

Facharzt für Allgemein- und Visceralchirurgie

Telefon 0 66 31 | 98-12 24
Telefax 0 66 31 | 98-42 24 

s.lancee(at)kreiskrankenhaus-alsfeld.de

Termine nach telefonischer Vereinbarung über das Sekretariat.

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