Darauf ist beim Spritzen von Insulin zu achten

Spritztechnik

  • Trübes Insulin gut durchmischen, den Pen 20 mal auf den Kopf stellen (kippen)

  • Klares, durchsichtiges Insulin muss nicht gemischt werden

  • die erforderliche Menge Insulin einstellen

  • die Schutzkappe vom Pen abnehmen

  • eine neue Nadel aufschrauben und beide Schutzkappen entfernen

  • Spritzstelle (Oberschenkel oder Bauch) frei machen, eine Hautfalte bilden, gerade in die Hautfalte einstechen und den Pen auslösen ( Knopf so lange nach unten drücken, bis die Anzeige wieder auf Null steht)

  • langsam bis 10 zählen

  • die Nadel wieder gerade aus der Haut ziehen

  • die benutzte Nadel abdrehen und entsorgen

  • Schutzkappe auf den Pen setzen

 

 

1. Länge der Pen-Nadel

Damit das Insulin dort landet wo es hingehört, muss die Pen-Nadel (Penkanüle) die richtige Länge haben. Pen-Nadeln gibt es in verschiedenen Längen. Die für Sie richtige Kanüle sollten Sie mit ihrem Arzt oder Diabetesberater auswählen. Insulin soll ins Unterhautfettgewebe gespritzt werden. Bei zu langen Nadeln besteht die Gefahr, die Muskulatur zu treffen, dadurch beschleunigt sich die Insulinwirkung. Die Dicke der Oberhaut ist bei schlanken und dickeren Menschen gleich. Gewöhnlich genügen 5- bis 8-Millimeter-Nadeln. Möchte man große Dosen injizieren, etwa 40 oder 50 Einheiten, dann sollte man die Dosis auf zweimal  spritzen verteilen. Prinzipiell trifft jeder Diabetiker mit einer 5-Millimeter-Nadel sicher sein Unterhautfettgewebe, wenn er senkrecht einsticht. Je schlanker er ist, desto wichtiger wird dabei die Bildung einer Hautfalte.

 

2. Pen-Nadel nur einmal verwenden

Bei den Pen-Nadeln handelt es sich um  sterile Einwegprodukte, die nach jeder Injektion gewechselt werden sollten. Bereits nach der ersten Injektion ist die Nadel nicht mehr steril und die Spitze kann verbogen oder abgestumpft sein.. Ein Desinfizieren der Spritzstelle ist eher ungünstig. Wenn Sie eine Kanüle mehrmals verwenden, riskieren Sie Infektionen und Veränderungen im Gewebe. Die Aufnahme des Insulins kann dadurch behindert werden.

 

3. Richtige Spritzstelle auswählen


Bauch: Kurz wirkendes Insulin wird am besten in den Bauch gespritzt. Es wirkt hier am schnellsten.

Gesäß: Das Gesäß eignet sich als Spritzstelle für Verzögerungsinsulin

Oberschenkel:Von dort tritt das Insulin langsamer ins Blut über.

 

4. Einstichstelle regelmäßig wechseln

Die wichtigste Regel beim Insulinspritzen: Wechseln Sie immer die Einstichstelle. So vermeiden Sie, dass sich das Gewebe verändert. Lipohypertrophien, "Spritzhügel" verhindern  die Aufnahme von Insulin ins Blut und die Wirkung des Insulins ist dann unvorhersehbar. Extreme Blutzucker-Schwankungen werden oft durch diese Veränderungen im Gewebe verursacht! Halten Sie immer großzügig Abstand zur letzten Spritzstelle und nutzen Sie den gesamten Bauch.

 

5. Insulin und Pen richtig lagern

Insulin-Vorräte gehören in den Kühlschrank. Eine Temperatur zwischen zwei und acht Grad ist ideal. Das Insulin darf auf keinen Fall gefrieren. Es wirkt dann nicht mehr. Insulin, das bereits angebrochen ist, ist bei Raumtemperatur ca. 4 Wochen haltbar. Schützen Sie Ihr Insulin vor Hitze und direkter Sonneneinstrahlung.

Tipp: Wenn Sie eine neue Insulinpatrone benötigen, nehmen Sie diese am besten ein paar Stunden oder schon einen Tag vorher aus dem Kühlschrank. Kaltes Insulin kann beim Spritzen Schmerzen verursachen – und die können Sie sich ersparen.

 

Ihre Ansprechpartner

Ursula Reul-Hölscher

Diabetesberaterin DDG
Diabetesassistentin DDG

Telefon 0 66 31 | 98-75 20
Telefax 0 66 31 | 98-11 18

u.reul[at]kreiskrankenhaus-alsfeld.de 

 Dr. med. Peter Hien

Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie, Geriatrie, Diabetologie und Allergologie

Telefon 0 66 31 | 98-12 17
Telefax 0 66 31 | 98-11 18

p.hien[at]kreiskrankenhaus-alsfeld.de 

 

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