Achten Sie auf sich - sonst müssen Sie mit Folgeerkrankungen rechnen
Leider schafft es nicht jeder Betroffene, sein Leben derart umzustellen, dass der Diabetes „im Griff“ ist. Somit müssen mit Folgeerkrankungen gerechnet werden, die entstehen können, wenn die Blutzuckerwerte über längere Zeit unbehandelt hoch sind. Da hohe Blutzuckerwerte nicht weh tun, merkt man oft erst sehr spät, dass etwas nicht in Ordnung ist.
Unter Folgeerkrankungen versteht man verschiedene Arten der Schädigung an den kleinen Blutgefäßen, an den großen Blutgefäßen oder des Nervensystems. Diese können zu ganz unterschiedlichen Erkrankungen mit zum Teil schwerwiegenden Folgen für den betroffenen Patienten führen.
Mögliche Folgeerkrankungen sind:
- Erkrankungen am Auge bis hin zum Sehverlust
- Erkrankungen der Nieren bis hin zur Dialysepflicht
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Durchblutungsstörungen der Beine und Füße bis hin zu Amputationen
- Störungen des Nervensystems
Doch es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, die den unbemerkten Ausbruch von Folgeerkrankungen verhindern können. Dies sind Vorbeugung durch gesunde Ernährung und viel Bewegung sowie Früherkennung durch Kontrolluntersuchungen in bestimmten Abständen.
Hier ist der Informationsaustausch in den Diabetesschulungen besonders wichtig. Die Patienten werden für die möglichen Probleme sensibilisiert und erfahren, welche Maßnahmen sinnvoll für sie sind. Ziel einer Diabetestherapie soll in jedem Fall der Erhalt der Lebensqualität sein.
Für Sie noch einmal zur Kontrolle: gut eingestellt ist der Diabetes, wenn
- Nüchternblutzucker oder Blutzuckerwert vor dem Essen: unter 126 mg/dl
- Blutzuckerwert nach dem Essen: unter 140 mg/dl
- HBA1c (Langzeit- Blutzuckerwert): unter 7% ( 53 mmol/mol)

