Diabetes mellitus Typ 1

Dem Typ 1 Diabetes liegt ein absoluter Insulinmangel zu Grunde. Insulin wird benötigt um den Zucker aus dem Blut in die Körperzellen zu transportieren. In den Betazellen der Bauchspeicheldrüse wird kein Insulin mehr gebildet. Körpereigene Abwehrstoffe sehen diese Zellen als fremd an und zerstören sie. Deshalb wird der Typ 1 Diabetes auch Autoimmunerkrankung genannt. Typ 1 Diabetes kann sich über viele Jahre entwickeln.

An der Entstehung des Typ 1 Diabetes sind viele Faktoren beteiligt. Genaue Ursachen sind noch ungekannt. Es wird vermutet, dass genetische Faktoren, Umwelteinflüsse und das Immunsystem dabei eine Rolle spielen.

Symptome des Diabetes Typ 1

Folgende Symptome können auf erhöhte Blutzuckerspiegel hinweisen 

  • vermehrter Durst 
  • häufiges Wasserlassen 
  • trockene Haut
  • Gewichtsabnahme 
  • Ausbleiben der Menstruationsblutung, verminderte Potenz 
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsschwäche 
  • Sehstörungen, Muskelkrämpfe 
  • Anfälligkeit für Infektionen 
  • schlechte Wundheilung 
  • Juckreiz, zum Beispiel im Genitalbereich

 

Therapie des Diabetes Typ 1

Die körpereigene Insulinproduktion lässt bei Diabetes Typ 1 immer mehr nach, bis sie völlig versiegt. Deswegen besteht bei Diabetesfeststellung die einzige mögliche Behandlung darin, das fehlende Insulin zu ersetzen.

Das Hormon Insulin ist ein Eiweiß. Es kann nicht als Tablette oder Flüssigkeit geschluckt werden; die Magensäure würde das Insulin zerstören. Es wird deshalb ins Unterhautfettgewebe gespritzt. Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzucker senken kann. Die Insulindosis muss zur Nahrungsaufnahme und zur Bewegung passen, sonst drohen gefährliche Unterzuckerungen oder auch Überzuckerungen.

 

Genetische Faktoren

Die Wahrscheinlichkeit der Vererbung von einem Elternteil auf ein Kind  liegt bei  3-5 %. Sind beide Eltern an Typ 1 Diabetes erkrankt, steigt das Risiko auf 10-25 %. Damit ein Typ 1 Diabetes entstehen kann, müssen offenbar mehrere genetische Veränderungen vorliegen.

Umweltfaktoren

Virusinfektionen gelten als auslösender Umweltfaktor für einen Typ 1 Diabetes. Bei entsprechender Veranlagung kann es zu einer fehlgeleiteten Abwehrreaktion des Körpers kommen. Es werden dabei außer den Krankheitserregern auch körpereigene Zellen angegriffen und zerstört. Zum Beispiel die Insulin produzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse.

Ernährungsfaktoren

Als weitere Auslöser für die Erkrankung werden auch Ernährungsfaktoren angenommen. Es gibt zum Beispiel Hinweise darauf, dass Kuhmilch in den ersten 3 Monaten und eine kurze Stillzeit das Risiko erhöhen. Der direkte Beweis dafür fehlt aber noch.

 

 

Ihre Ansprechpartner

Ursula Reul-Hölscher

Diabetesberaterin DDG
Diabetesassistentin DDG

Telefon 0 66 31 | 98-75 20
Telefax 0 66 31 | 98-11 18

u.reul[at]kreiskrankenhaus-alsfeld.de 

 Dr. med. Peter Hien

Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie, Geriatrie, Diabetologie und Allergologie

Telefon 0 66 31 | 98-12 17
Telefax 0 66 31 | 98-11 18

p.hien[at]kreiskrankenhaus-alsfeld.de 

 

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