Bei unseren Traumatologen zählt jede Sekunde um Leben zu retten

Es kann jeden treffen — im Haushalt, an der Arbeit, in der Freizeit, beim Sport oder auch im Straßenverkehr: Jede Minute verunglücken in Deutschland gleich mehrere Menschen. Auch wenn im vergangenen Jahr die Anzahl der Todesopfer niedriger als in den Vorjahren war, erliegen dennoch durchschnittlich elf Menschen pro Stunde ihren Verletzungen. Um diese Zahl noch geringer werden zu lassen — durch noch bessere Erstversorgung — hat sich in Deutschland in den letzten Jahren ein Traumanetzwerk gegründet, in Mittelhessen vorerst mit 13 beteiligten Kliniken.

Das Alsfelder Kreiskrankenhaus ist mit bei den Vorreitern dieser neuen Organisation, denn in der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Alsfelder Klinik stehen vier Oberärzte und der Chefarzt als Fachkräfte mit der Spezialausbildung „Unfallchirurgie“ und sogar „spezielle Unfallchirurgie“ bereit, um täglich 24 Stunden eine qualifizierte Notfallversorgung zu gewährleisten, die im Bereich „Traumatologie“ notwendig ist. Mit diesem Spezialistenteam ist die Voraussetzung für die Zulassung zum „Lokalen Traumazentrum“ im „Traumanetzwerk Mittelhessen“ gegeben.

Unsere Traumatologen beschäftigten sich sowohl mit der Behandlung kleinerer und größerer Verletzungen als auch mit der Behandlung des so genannten Polytraumas. Von einem Polytrauma spricht man, wenn gleichzeitig mehrere Verletzungen an verschiedenen Körperregionen entstanden sind, wobei mindestens eine Verletzung oder die Kombination mehrere Verletzungen  lebensbedrohlich ist — beispielsweise nach einem Verkehrsunfall oder Arbeitsunfall.

Durch das Traumanetzwerk wird gewährleistet, dass Schwerverletzte sofort optimal und vor allem sehr zeitnah versorgt werden. „Die erste Stunde ist immens wichtig“, erklärt Chefarzt Dr. Arno Kneip. Um diese wichtige Zeitspanne einhalten zu können, benötigt man eine optimal vorbereitete und zertifizierte Klinik, die die Ersttherapie übernimmt und somit die richtigen Weichen für den weiteren Behandlungserfolg stellt — „Schwerverletzten Management“ nennt man dies.

„Notwendig ist dabei vor allem die Einrichtung eines Schockraumes“, erklärt Kneip, der seit 2005 im Alsfelder Kreiskrankenhaus tätig ist und den Anschluss des KKHs an das Traumanetzwerk forciert hat. „Unser Schockraum ist nach den Anforderungen des Weißbuches eingerichtet. Wir können jetzt innerhalb kürzester Zeit alle Diagnostiken vornehmen, Not-OPs und damit lebensrettende Erstversorgungen durchführen.“ Entsprechend ist der Schockraum im Alsfelder Krankenhaus so angesiedelt, dass die Wege zu CT, Röntgen oder Labor extrem kurz sind und die Ausstattung des Schockraumes dem eines OPs ähnelt, um schnell agieren zu können — beispielsweise bei einem Milzriss oder anderen inneren Blutungen.

 

Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie

Dr. med. Arno Kneip

Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, Sportmedizin, manuelle Therapie und orthopädische Operationen

Telefon 0 66 31 | 98-12 21
Telefax 0 66 31 | 98-15 15 

a.kneip[at]kreiskrankenhaus-alsfeld.de

Termine nach telefonischer Vereinbarung über das Sekretariat.

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